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2.) Elektrischer/mechanischer Schwelbrand:
Die möglichen verheerenden Auswirkungen
von Bränden in untertägigen Anlagen sind bekannt
und werden auch bei uns mit Respekt und Vorsicht behandelt.
2.1.) Mögliche Risikofaktoren
(Brandentstehung und -ausbreitung):
Gefahrenquellen für die Entstehung
von Bränden in unserer Anlage sind unter Berücksichtigung
aller möglichen Eventualitäten bestenfalls
aufgrund eines elektrischen Fehlers in der ortsfesten
Stromversorgung des Therapie-
bereiches bzw. in der mobilen Stromversorgung des Zuges,
oder durch längerfristige mechanische Überbelastung
von bewegten Zugkomponenten (Getriebe, Radlager, etc)
denkbar.
2.2.) Maßnahmen zur Risikovorbeugung
bzw. -vermeidung:
Generell werden im gesamten Stollenbereich
an keiner Stelle leicht entflammbare, selbstzündende
oder gar explosive Stoffe und Materialien gelagert,
eingebaut oder für den Betrieb verwendet. Aufgrund
des geologisch/lithologischen Auf-
baues des Stollens, ist das Auftreten natürlicher
(brennbarer, explosiver oder giftiger) Gase im gesamten
Bereich
ebenfalls ausgeschlossen.
Die notwendige Energieversorgung des Stollens/Therapiebereiches
zur Belüftung, Beleuchtung und Überwachung
geschieht elektrisch, wobei das gesamte zugängliche
Stromnetz aufgrund der hohen natürlichen Luftfeuchtigkeit
im
Stollen als 42 V-Niederspannung geführt wird. Alle
Stromkreise sind speziell gegen Kurzschluß und
Überlast abge-
sichert, Verteiler und Transformer sind in luftdichten
Gehäusen in abgeschlossenen Felsnischen eingebaut.
Die gesamte elektrische Anlage des Stollens unterliegt
einer regelmäßigen, internen (Betriebselektriker)
und externen Überprüfung/Wartung. Die jährliche
externe Überprüfung durch einen beeideten
Sachverständigen für Elektrotechnik bestätigt,
daß bei Einhaltung der regelmäßigen
Wartungen, das Ausgehen einer Brandgefahr von den elektrischen
Anlagen im Paselstollen nach menschlichen Ermessen auszuschließen
ist.
2.3.) Der Risikofall (Ausbruch eines
Brandes):
Das Auftreten eines (Schwel-)Brandes in
der Stollenanlage oder am Zugfahrzeug könnte relativ
schnell vom Personal bemerkt werden und mit bereitstehenden
Feuerlöschern bereits in der Anfangsphase beherrscht
werden. Das feuchte Stollenklima, die an allen Gegenständen
anhaftende Kondensationsnässe und das Fehlen von
zündfähigen Brand-
lasten, machen eine rasche unkontrollierte Ausbreitung
von offenen Flammen sehr unwahrscheinlich. Die
geringe Wettergeschwindigkeit im horizontal verlaufenden
Stollen ohne weitere Tagöffnung im gesamten Bereich
schließt
brandbeschleunigende Kamineffekte von vornherein aus.
Entstandener Wasserdampf und Rauch kann jedoch jederzeit
mit der aktiven (schaltbaren) Stollenlüftung im
Stollen transportiert werden.
2.4.) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Bei Ausfall einer Antriebslok kann der
gesamte Zug auch mit der zweiten mitgeführten Lok
ohne Einschränkung
betrieben werden. Darüber hinaus ist eine Bergung
des Zuges jederzeit auch mit der im Kurhaus bereitstehenden
Bergelok möglich.
Im Bereich der Engstellen im Stollen kann
der Zug über einen seitlichen parallelen Laufsteg
verlassen werden, ebenso ist durch diesen Laufsteg der
Zugang zu jedem Waggon für eventuelle Hilfemaßnahmen
gewährleistet.
Die für eine maximale Frischluftförderung
von 200 m³/min. ausgelegte aktive Stollenventilation
und -absaugung
(Bewetterung) kann im Bedarfsfall den Brandumständen
gemäß gesteuert und bezüglich
Leistung und Luftstrom geschaltet werden.
Der Stollen besitzt eine unabhängige
Löschwasserversorgung am linken Stollenulm
(im Bereich des Laufsteges), von wo aus alle 100 m über
Hebelventile jederzeit auf eine Wassermenge von ca.
50 l/min. (6 bar) zugegriffen werden kann.
Als Sicherheitsausrüstung werden
am Zug weiters ständig Telefon, Feuerlöscher,
Notlampen, Bergewerkzeuge, medizinische Notfallausrüstungen
sowie 2 Notfallabteile und ein Not- bzw. Bergewaggon
mitgeführt. Zwei erfahrene Lokführer und ein
Arzt sind ständig am Zug. Parallel steht
im Kurhaus permanent ein Einsatzteam mit unabhängigem
Bergezug zur ersten Hilfe-
leistung bereit. Alarm- und Rettungspläne liegen
auf und werden im Rahmen von Übungen laufend aktualisiert.
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