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Das Wesen der Kur ist die Anregung der körpereigenen Heilkräfte durch einen festen Rhythmus einer wiederholten sogenannten Reiz-Reaktions-Therapie mit Hilfe vom jeweils eingesetzten Heilmittel. Dies geschieht im Falle der Gasteiner Heilstollentherapie durch eine Kombination von milder Überwärmungsbehandlung und gleichzeitiger Radontherapie, vorwiegend auf dem Wege der Inhalation, teilweise aber auch über die Haut. Die Reiztherapie provoziert im Körper immer wieder eine entsprechende Reaktion. Im Falle der Gasteiner Heilstollentherapie sind dies auf Organebene eine Erhöhung der Körperinnentemperatur, Vermehrung der Durchblutung, Entspannung der Muskulatur. Auf der feinstofflichen Ebene reagieren diverse Hormone, die Zellreparaturmechanismen und vor allem die körpereigenen Botenstoffe (Zytokine, s.u.). Eine Kur setzt generell den Körper in die Lage, auf
die Reize und Belastungen |
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Art und Umfang der Anwendungen in einer Kur richten sich nach der
Diagnose und dem allgemeinen Kräftezustand des Patienten. Im
Falle der Gasteiner Heilstollentherapie heißt das: Ein eher geschwächter
Patient wird mit eher weniger Anwendungen in größeren Abständen
beginnen und diese langsam steigern. Die Aufenthaltsdauer im Therapiebereich des Gasteiner Heilstollens beträgt
eine Stunde. Je nach individueller kurärztlicher Verordnung werden
etwa 9 bis 12 Einfahrten innerhalb von drei bis vier Wochen durchgeführt.
Positive Effekte können sich - je nach zugrunde liegendem Krankheitsbild
- durchaus bereits nach wenigen Einfahrten und bei verkürzter Kurdauer
einstellen. Dieser Effekt ist wissenschaftlich nachgewiesen und erklärt uns
erstmals seit Entdeckung der Heilkraft des Radon plausibel den Mechanismus
der positiven therapeutischen Wirkungen der Gasteiner Heilstollentherapie,
nämlich der anhaltenden Schmerzlinderung auf der Grundlage der Entzündungshemmung
und der Immunstabiliserung. |
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Seit den 50er Jahren werden, vor allem in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck und der Universität Wien wissenschaftliche Forschungsarbeiten zur Heilstollentherapie durchgeführt. Entscheidend für das Verständnis der Wirkungsweise ist der kürzlich gelungene Nachweis der Einflussnahme der Heilstollentherapie auf die immunologisch gesteuerten Entzündungsprozesse. In Zusammenarbeit mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Zytokinforschung in Wien konnte bei 80 Patienten mit M. Bechterew gezeigt werden, dass der körpereigene Botenstoff TGF-Beta - ein Gegenspieler des TNF-Alpha - aktiviert wird. Der Nachweis der - hierdurch erklärten - lang anhaltenden positiven Wirkung auf Schmerzen, Funktionseinschränkung und vor allem auf den Schmerzmittel-Konsum ist in mehreren kontrollierten klinischen Studien erbracht worden. Nachfolgend sind die wichtigsten Heilanzeigen zusammengefasst: Die wichtigsten Indikationen: Chronische Schmerzen und Funktionsstörungen bei Erkrankungen
des
Störungen der Regeneration, Zirkulation und immunologischen Balance der Haut:
Funktionsstörungen der Atemwege:
Praeklimakterische und klimakterische Beschwerden Geroprophylaxe |
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